Zu wenig Durchschlagskraft: St.Otmar verliert gegen die Kadetten

Marco Ellenberger

26 Sept. 2026

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Zu wenig Durchschlagskraft: St.Otmar verliert gegen die Kadetten26 Sept. 2026Der TSV St.Otmar hat sein Heimspiel gegen die Kadetten Schaffhausen mit 25:31 (10:14) verloren. Der Favorit vom Rheinfall drückte dem Spiel vor etwas über 700 Fans in der Kreuzbleiche früh den Stempel

Der TSV St.Otmar hat sein Heimspiel gegen die Kadetten Schaffhausen mit 25:31 (10:14) verloren. Der Favorit vom Rheinfall drückte dem Spiel vor etwas über 700 Fans in der Kreuzbleiche früh den Stempel auf – die St.Galler rannten von Anfang an einem Rückstand hinterher.

Carl Loefstroem gegen Staefa
Carl Loefstroem gegen Staefa

Die neu vom ehemaligen norwegischen Nationaltrainer gecoachten Gäste starteten offensiv und defensiv sehr solid in die Partie. St.Otmar tat sich schwer, scheiterte ausserdem mehrfach am starken Kadetten-Keeper Leon Bergmann, und nach nur neun Minuten beim Stand von 2:6 sah sich Michael Suter gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen. Sie wirkte: Gelbschwarz arbeitete sich in der Folge mit seiner besten Phase und unterstützt von den Fans wieder bis auf 8:9 (20.) heran. Die Kadetten hatten an diesem Abend aber auf das Aufbäumen St.Otmars stets eine gute Antwort. Angeführt vom dänischen Spielmacher Frederik Tilsted zogen die Gäste bis zur Pause wieder auf vier Tore davon.

Der Mannschaft von Trainer Michael Suter war kämpferisch überhaupt nichts vorzuwerfen. Das Heimteam warf alles hinein, versuchte alles – auch taktisch. Nur fehlte es an diesem Samstagabend an zu vielen Stellschrauben. Beispielsweise zog Andreas Björkman Myhr (5 Paraden) für einmal einen glücklosen Abend ein. Gleiches gilt für Moritz Heinl, der zwar sehr engagiert auftrat und sein grosses Potenzial abermals aufzeigte, aber eben das eine oder andere Mal auch nicht die richtige (Wurf-)Entscheidung traf und nur vier seiner elf Abschlüsse im Tor unterbrachte. Und gegen die körperlich sehr robuste Kadetten-Deckung fehlte den St.Gallern auch grundsätzlich immer wieder mal die Durchschlagskraft.

St.Otmar versuchte nach dem Seitenwechsel eine Aufholjagd zu starten, aber die Schaffhauser liessen sich nicht mehr von ihrem Weg abbringen und zogen dem Match schon nach einer Dreiviertelstunde (23:16) den Stecker und die Spannung. Gelbschwarz ergab sich zwar zu keiner Zeit in sein Schicksal und fightete bis zum Schluss, aber es fehlte gegen den starken Gegner schlicht an Möglichkeiten, um dem Match noch eine andere Richtung zu geben. Joschua Braun war mit sieben Toren bester Schütze; vier davon erzielte er per Siebenmeter. Als Best Player wurde Tobias Wetzel ausgezeichnet; der Captain und Aggressivleader ging wie gewohnt voran und trat auch als vierfacher Skorer in Erscheinung.

Telegramm

TSV St.Otmar – Kadetten Schaffhausen 25:31 (10:14)
Kreuzbleiche – 705 Zuschauer/innen – Sr. Spengler/Woschitz.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen St.Otmar; 3mal 2 Minuten gegen Schaffhausen.
St.Otmar: Björkman Myhr (5 Paraden), Lacok (1 Parade); Bolt, Dörwaldt, Brülisauer, Heinl (4), Stroustrup, Löfström (3), Höning (2), Jessen (3), Alves (2), Schneider, Möller, Braun (7/4), Wetzel (4).
Schaffhausen: Bergmann (13 Paraden), Seravalli (1 Parade); Meister (1), Prince (1), Saueressig (3), Sarlos (4/1), Rikhardsson (9/4), Tilsted (5), Küttel (1), Peric (1), Olsen (2), Lutz, Pietrasik (4), Markovic, Maros, Reznicky.
Bemerkungen: St.Otmar ohne Locher (verletzt), Niederer, Ljubetic, Alder (alle Fides) und Hamidovic (überzählig). Björkman Myhr hält zwei Penalties von Rikhardsson (30./10:14 und 39./14:20). Seravalli hält Penalty von Braun (59./24:30).