Gelbschwarz schnuppert in Kriens lange an einem Punktgewinn

Marco Ellenberger

10 Okt. 2026

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Gelbschwarz schnuppert in Kriens lange an einem Punktgewinn10 Okt. 2026Der TSV St.Otmar hat das Auswärtsspiel gegen den HC Kriens-Luzern nach einem guten Auftritt knapp mit 32:34 (15:17) verloren. Die St.Galler blieben bis kurz vor Schluss immer in Schlagdistanz – zu meh

Der TSV St.Otmar hat das Auswärtsspiel gegen den HC Kriens-Luzern nach einem guten Auftritt knapp mit 32:34 (15:17) verloren. Die St.Galler blieben bis kurz vor Schluss immer in Schlagdistanz – zu mehr als zu einer ehrenvollen Niederlage reichte es aber trotzdem nicht.

Moritz Heinl in Kriens
Moritz Heinl in Kriens

Die Gäste mussten sich vor 1'500 Fans in der Pilatus Arena lange so vorgekommen sein wie der sprichwörtliche Esel, dem die Karotte vor die Nase gehalten wird. So nahe – und doch nicht erreichbar. Die Mannschaft von Trainer Michael Suter machte in der Zentralschweiz vieles richtig, forderte den Champions League-Teilnehmer und fand vor allem offensiv immer wieder schöne Lösungen. Aber immer dann, wenn tatsächlich die Wende in der Luft lag, war Kriens-Luzern den Tick cleverer und abgebrühter. Ein Punktgewinn St.Otmars wäre möglich und über 60 Minuten gesehen auch nicht gestohlen gewesen, aber in entscheidenden Momenten mangelte es an Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor, an defensivem Zugriff oder auch an Support von den Torhütern.

Es ist aber durchaus bemerkenswert, dass sich Gelbschwarz nach den zuletzt schwierigen Spielen überhaupt in die Situation brachte, an einem Punktgewinn zu schnuppern. Der angeschlagene Marcus Stroustrup konnte nur ganz kurze Einsätze leisten; entsprechend brauchte es (wieder) andere Formationen im Rückraum. Michael Suter liess unter anderem lange mit den beiden Linkshändern Joschua Braun und Max Höning spielen. Dazu setzten Emil Jessen, Alexander Möller oder auch Moritz Heinl immer wieder Akzente. Und vor allem fand St.Otmar zurück zum starken Spiel über den Kreis. Carl Löfström war mit acht Toren bester Skorer, aber auch Tobias Wetzel (4) und Jan Brülisauer (1) steuerten Tore von der Linie bei.

Die gelbschwarze Defensive fand gegen den starken Krienser Rückraum mit Mykola Bylik (9) und Jerome Müller (8) sowie gegen Kreisläufer Marin Sipic (6) verständlicherweise nicht immer den Zugriff. Dass Andy Schmid seine Paradeformation trotz aktueller Doppelbelastung mehr oder weniger durchspielen lassen musste, unterstreicht aber die Leistung St.Otmars. Einzig die Keeper der St.Galler blieben am Samstagabend mehrheitlich ohne Glück: Am Ende standen bei Andreas Björkman Myhr und Aleksandar Lacok sechs Paraden und eine Abwehrquote von 15% zu Buche. Es war gewiss ein fehlendes Puzzlestück, um die vor die Nase gehaltene Karotte in der lange engen Schlussphase vielleicht doch noch zu erreichen.

Telegramm

HC Kriens-Luzern – TSV St.Otmar 34:32 (17:15)
Pilatus Arena – 1'556 Zuschauer/innen – Sr. Hennig/Salah.
Strafen: 3mal 2 Minuten inkl. Disqualifikation Bader (54.) gegen Kriens-Luzern; 2mal 2 Minuten gegen St.Otmar.
Kriens-Luzern: Car (7 Paraden), Pilipovic (2 Paraden); Aellen, Zimmermann, Wolfisberg, Fuchs, Epp (7), Oertli, Schlumpf (1), Sipic (6), Bader, Herburger, Jerome Müller (8/3), Justin Müller (3), Bylik (9), Idrizi.
St.Otmar: Björkman Myhr (5 Paraden), Lacok (1 Parade); Bolt (4), Dörwaldt, Brülisauer (1), Niederer, Heinl (2), Stroustrup, Löfström (8), Höning (1), Jessen (3), Alves (1), Schneider (3), Möller (1), Braun (4), Wetzel (4).
Bemerkungen: St.Otmar ohne Locher (verletzt). Car hält Penalty von Braun (19./11:9). Lacok hält Penalty von Jerome Müller (41./23:20).