St.Otmar im Cup-Viertelfinal – dort wartet die SG Yellow/Pfadi
Marco Ellenberger
Der TSV St.Otmar hat im Mobiliar Handball Cup den Einzug in die Runde der letzten Acht geschafft. Die Mannschaft von Trainer Michael Suter gewann am Sonntagabend den schwierigen Achtelfinal auswärts gegen den RTV 1879 Basel dank einer starken Leistung verdient mit 39:35 (22:16).

Den St.Gallern gelang im Rankhof gegen den RTV, der zuletzt einen Heimsieg gegen den BSV Bern feierte und der vor eigenem Anhang immer ein schwieriger Kontrahent ist, die fast perfekte erste Halbzeit. St.Otmar machte aus den ersten acht Angriffen acht Tore und setzte sich bereits früh mit vier Längen ab. Torhüter Andreas Björkman Myhr spielte eine starke Startphase und die Offensive funktionierte wie aus einem Guss. Bis zum Seitenwechsel standen bei Gelbschwarz 22 Tore aus 28 Angriffen in der Statistik – eine überragende Quote von fast 80 Prozent. Entsprechend deutlich war mit 22:16 bereits der Pausenstand; eine Konsequenz aus Spielfreude, hoher Effizienz und wenig Fehlern.
Dass die Basler im zweiten Durchgang eine Reaktion zeigen würden, war zu erwarten. Und tatsächlich musste St.Otmar nach rund einer Dreiviertelstunde eine schwierige Phase überstehen, als die Gastgeber vom Rheinknie beim Stand von 29:30 den Rückstand beinahe wettgemacht hatten. Es zeichnete die St.Galler an diesem Abend aber aus, dass sie genau dann die richtigen Antworten parat hatten: Ein Torhüterwechsel zu Aleksandar Lacok, der danach rasch drei Bälle abwehrte, und grundsätzlich die Rückkehr zur Effizienz und Geradlinigkeit der ersten Halbzeit. Gerade mal sieben Minuten nach dem Basler Anschlusstreffer war die Kuh beim Stand von 37:31 für die Gäste gemolken.
St.Otmar, das am Schluss 13 verschiedene Torschützen in der Statistik hatte, brachte den wichtigen Sieg in der Schlussphase entsprechend souverän über die Zeit. Beste Werfer waren Carl Löfstrom (8), Marcus Stroustrup (7) und Joschua Braun (7/4). Es war aber in erster Linie eine starke Kollektivleistung, die sich auch an den nur vier offensiven Ballverlusten ablesen lässt. Nach der bitteren Meisterschafts-Niederlage im September an gleicher Stelle gelang den St.Gallern eine mehr als würdige Rehabilitation. Und vor allem eine mit spannenden Aussichten: In den Cup-Viertelfinals, die im Rankhof in der Pause ausgelost wurden, trifft Gelbschwarz auswärts auf die SG Yellow/Pfadi Winterthur aus der NLB. Gespielt werden muss der Match bis am 15. November.
Telegramm
RTV 1879 Basel – TSV St.Otmar 35:39 (16:22)
Rankhof – 512 Zuschauer/innen – Sr. Hasler/Hungerbühler.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Basel; 2mal 2 Minuten plus Rote Karte (Bolt/34.) gegen St.Otmar.
Basel: Guardia (8 Paraden), Hagmann (1 Parade); Berger (2), Holm (8), Hofer, Babic (6), Imare (4), Bela, Reichmuth (1), Grace, Jund (4/3), Brandt (1), Franco i Miro (2), Slaninka (5), Bagger (1), Appenzeller (1).
St.Otmar: Björkman Myhr (9 Paraden, 1 Tor), Lacok (3 Paraden); Bolt (2), Alder, Dörwaldt (1), Niederer (1), Heinl (3), Stroustrup (7), Löfström (8), Höning (3), Jessen, Alves (1), Schneider (1), Möller (1), Braun (7/4), Wetzel (3).
Bemerkungen: Basel ohne Spende und Vögtli (beide verletzt). St.Otmar ohne Brülisauer (angeschlagen) und Locher (verletzt).










