St.Otmars Saison endet mit grossem Kampf und erhobenem Haupt

Marco Ellenberger

18 Apr. 2026


Der TSV St.Otmar hat das vierte Spiel des Playoff-Viertelfinals gegen Pfadi Winterthur mit 26:28 (14:14) und damit die Serie mit 1:3 verloren. Vor knapp 1'600 Fans in der Kreuzbleiche lieferten sich die beiden Teams noch einmal einen grossen Kampf; mit dem glücklicheren Ende für die Gäste.

Noah Bolt im Playoff-Viertelfinal gegen Pfadi Winterthur. (Martin Deuring, 18.04.2026)

Wenig fehlte, und die St.Galler hätten in diesem mitreissenden und engen Playoff-Duell gegen die Eulachstädter einen zweiten Coup landen und ein entscheidendes fünftes Spiel erzwingen können. Wenig fehlte – aber eben: Es war an diesem Samstagabend in der so wunderbar stimmungsvollen Kreuzbleiche nicht genug. Mit den glücklicherweise wieder einsatzfähigen Andreas Björkman Myhr und Tobias Wetzel forderte St.Otmar den Winterthurern noch einmal alles ab, aber diese bestanden die Prüfung, weil Gelbschwarz in wegweisenden Momenten sündigte oder nicht effizient genug war. Das Heimteam liess insgesamt zu viele gute Torchancen liegen.

Bereits im zu Beginn rassigen ersten Durchgang hatten die St.Galler mehrfach die Möglichkeiten verpasst, sich mal mit zwei oder vielleicht sogar drei Toren abzusetzen. Der Spielstand wiegte hin und her, das Remis zur Pause war darum ein korrektes Ergebnis. Dafür misslang St.Otmar der Auftakt in die zweite Halbzeit: Pfadi setzte sich bald einmal mit drei Toren ab, und diesem Rückstand lief das Heimteam – trotz zwischenzeitlichem Ausgleich – mehr oder weniger bis zum Schluss hinterher. Björkman Myhr war nach der Pause ein starker Rückhalt, aber Pfadi hatte mit Leonard Grazioli einen ebenso guten Torhüter. Der ehemalige Nationalgoalie nahm den St.Gallern mehrere freie Bälle weg. Vor allem in der Phase, als Pfadi vorentscheidend auf 25:22 davonzog.

Die Mannschaft von Trainer Michael Suter warf in den letzten Minuten noch einmal alles hinein, kam dank sehenswert herausgespielten Treffern von Carl Löfström tatsächlich noch einmal auf 24:25 heran. Aber der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Pfadi brachte den knappen Vorsprung schliesslich gekonnt über die Zeit. Für St.Otmar endete die Saison aber dennoch erhobenen Hauptes und mit viel Applaus von den Rängen. 

Neben Björkman Myhr stellte auch Wetzel seinen Wert als Kämpfer und emotionaler Leader noch einmal unter Beweis. Er wurde als bester Spieler ausgezeichnet. Bester Torschütze war Joschua Braun (6), Noah Bolt und Löfström (je 4) überzeugten jeweils mit makelloser Bilanz. Die St.Galler unterstrichen zum Abschluss der Saison noch einmal die Entwicklung der vergangenen Monate und dass sie Pfadi auf Augenhöhe begegnen können. Um die Winterthurer zu besiegen, muss aber noch (fast) alles zusammenpassen. Und das blieb St.Otmar im vierten und letzten Spiel dieser grandiosen Playoff-Serie verwehrt.

Telegramm

TSV St.Otmar – Pfadi Winterthur 26:28 (14:14)
Kreuzbleiche – 1'570 Zuschauer/innen – Sr. Brunner/Salah.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen St.Otmar; 5mal 2 Minuten gegen Pfadi.
St.Otmar: Björkman Myhr (12 Paraden), Jochum (1 Parade), Bolt (4), Tobler, Dörwaldt (3), Brülisauer, Heinl (1), Stroustrup (1), Löfström (4), Höning, Jessen (4), Alves, Schneider (2), Möller (1), Braun (6/1), Wetzel.
Pfadi: Grazioli (9 Paraden), Kusnandar (1 Parade); Eggert (3), Hübner (3), Mierzwa (9/4), Simic (3), Rellstab (2), Heer, Parkhomenko (1), Baumann, Krecic, Freiberg (1), Colakovic (6), Lioi, Köder, Mirdita.
Bemerkungen: St.Otmar ohne Lacok und Locher (beider verletzt). Jochum hält Penalty von Mierzwa (34.), der im Nachschuss zum 15:16 trifft. Ehrung der Schiedsrichter Arthur Brunner und Morad Salah, die am Ende der Saison ihre Karriere beenden.

Playoff-Viertelfinal

Pfadi Winterthur (3.) – TSV St.Otmar (6.)
Endstand: 3:1

Spiel 1: Pfadi Winterthur – TSV St.Otmar 29:28
Spiel 2: TSV St.Otmar – Pfadi Winterthur 34:31
Spiel 3: Pfadi Winterthur – TSV St.Otmar 32:24
Spiel 4: TSV St.Otmar – Pfadi Winterthur 26:28