Dank Braun-Show: St.Otmar gewinnt schwieriges Spiel in Stäfa

Marco Ellenberger

25 März 2026


Der TSV St.Otmar hat ein unter den gegebenen Umständen schwieriges Auswärtsspiel bei Handball Stäfa mit 33:31 (15:16) gewonnen. Den St.Gallern gelang nach Pausenrückstand die Wende – Joschua Braun steuerte 13 Treffer zum Erfolg bei.

Joschua Braun im Abschluss. (Felix Walker, 15.02.2026)

Weiterhin ohne den verletzten Marcus Stroustrup und zusätzlich mit teilweise angeschlagenen Leistungsträgern bestand St.Otmar auf dem stimmungsvollen Frohberg hoch über dem Zürichsee einen Härtetest. Die Stäfner waren der erwartet unangenehme Gegner; die St.Galler andererseits waren diesmal nicht in der Lage, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. In der ersten Halbzeit wechselte die Führung mehrmals. Kurz vor dem Seitenwechsel erhöhte Moritz Bächtiger für das Heimteam auf 16:14. Doch Joschua Braun markierte im Gegenzug noch den Anschlusstreffer. Der Linkshänder war an diesem Mittwochabend die überragende Figur: Ihm gelangen 13 Treffer, notabene aus 14 Versuchen, und er verwertete viermal souverän von der Siebenmeterlinie.

Die Mannschaft von Trainer Michael Suter verschaffte sich im zweiten Durchgang etwas mehr Zugriff auf die Partie und erspielte sich zwischenzeitlich eine Dreitore-Führung. Allerdings kam Stäfa vom 21:24 auch postwendend wieder zum 24:24 zurück. In der spannenden und umkämpften Schlussphase profitierte St.Otmar davon, dass es deutlich weniger Fehler beging als der Gastgeber und am Ende nur vier Turnover totalisierte; die Zürcher hatten deren zwölf in ihrer Statistik. Und so hatten die St.Galler die entscheidenden Nuancen auf ihrer Seite. Nach dem Führungstreffer zum 28:27 lagen sie bis zur Schlusssirene stets in Führung. Auch deshalb, weil Philipp Jochum in der Crunchtime einen Siebenmeter des ehemaligen St.Otmar-Spielers Francesco Ardielli parierte.

Die zwei gewonnenen Punkte sind in Anbetracht der Umstände viel wert, zumal sich der RTV Basel gegen Pfadi Winterthur überraschend ein Unentschieden erkämpfte. St.Otmar liegt in der Tabelle nun zwei Punkte vor den Baslern, bei allerdings einer ausgetragenen Partie mehr. Weil die St.Galler aber über das bessere Torverhältnis verfügen, haben sie im Rennen um den sechsten Platz weiterhin (fast) alles in ihren Händen. Die Entscheidung wird am Mittwoch in der kommenden Woche fallen: St.Otmar empfängt dann den HSC Suhr Aarau zum letzten Heimspiel der Qualifikation. Und das wird eine Partie mit Zündstoff: Die Aargauer brauchen nämlich (nach ihrer Heimniederlage gegen GC Amicitia Zürich) unbedingt einen Punkt, um die Playoffs zu sichern.

Telegramm

Handball Stäfa – TSV St.Otmar 31:33 (16:15)
Frohberg – 667 Zuschauer/innen – Sr. Albert/Albert.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Stäfa; 7mal 2 Minuten inkl. Disqualifikation (Wetzel/58.) gegen St.Otmar.
Stäfa: Wyss (10 Paraden), Frei (1 Parade), Cachin; Bächtiger (2), Herbst, Ardielli (5/3), Adler (8/2), Spörndli, Völker (6), Ladan (2), Martis (5), Zeller (3), Rinderknecht, Steiner, Pietrus, Schönberg.
St.Otmar: Björkman Myhr (7 Paraden), Jochum (1 Parade); Bolt (3), Tobler, Dörwaldt (3), Brülisauer, Niederer, Heinl, Löfström (2/1), Höning, Jessen (1), Alves (3), Schneider, Möller (4), Braun (13/4), Wetzel (4).
Bemerkungen: St.Otmar ohne Stroustrup, Lacok und Locher (alle verletzt). Ardielli verschiesst Penalty (15./8:8). Björkman Myhr hält Penalties von Herbst (23./12:12) und Adler (44./21:24). Frei hält Penalty von Löfström (46./22:24). Jochum hält Penalty von Ardielli (59./30:32).