Widrige Umstände, unglückliches Ende: St.Otmar verliert in Aarau

Marco Ellenberger

02 Sept. 2026

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Widrige Umstände, unglückliches Ende: St.Otmar verliert in Aarau02 Sept. 2026Der TSV St.Otmar hat das Auswärtsspiel gegen den HSC Suhr Aarau mit 31:32 (15:17) verloren. Trotz schwierigen Umständen und Rückstand erkämpften sich die St.Galler die Chance auf Punkte, blieben dann

Der TSV St.Otmar hat das Auswärtsspiel gegen den HSC Suhr Aarau mit 31:32 (15:17) verloren. Trotz schwierigen Umständen und Rückstand erkämpften sich die St.Galler die Chance auf Punkte, blieben dann aber aufgrund mangelnder Cleverness und fehlender Effizienz doch unbelohnt.

Alexander Moeller gegen Kriens Luzern
Alexander Moeller gegen Kriens Luzern

Je länger das ohnehin gewohnt schwierige Gastspiel in der Schachenhalle in der ersten Halbzeit dauerte, desto komplizierter wurde es. Torhüter Andreas Björkman Myhr musste schon früh leicht angeschlagen auf der Bank Platz nehmen, dann handelten sich die St.Galler viele Zeitstrafen ein – gleich zweimal spielten sie im ersten Durchgang in doppelter Unterzahl – und das Unglück gipfelte in der 27. Minute, als Joschua Braun nach einer sehr unglücklichen Aktion (wie bereits in Bern) auch noch mit einer harten Roten Karte bestraft wurde. Der HSC führte zur Pause mit 17:15; St.Otmar konnte nie wirklich Schwung aufbauen, sondern sah sich stets mit neuen Herausforderungen konfrontiert.

Die zweite Halbzeit war aus Sicht der Mannschaft von Trainer Michael Suter lange geprägt von der Suche nach Lösungen und Stabilität, wobei auf einen kurzen Aufschwung immer gleich ein Rückschlag folgte. St.Otmar verkürzte dank drei Toren in 60 Sekunden auf 20:21 – und lag zwei Minuten später prompt doch wieder mit 20:24 zurück. Mit fortlaufender Partie kämpften sich die St.Galler aber immer besser hinein. Björkman Myhr kehrte zurück und steuerte den einen oder anderen Save bei, die Abwehr wurde stilsicherer und vorne wurden regelmässig gute Chancen herausgespielt. Aber ausgerechnet in der Schlussphase scheiterte Gelbschwarz mehrfach frei an Keeper Lino Schneider.

So standen die letzten Aktionen sinnbildlich für einen gebrauchten Abend, an dem St.Otmar nicht das schlechtere Team war, aber an dem insgesamt einfach zu viel Ungemach zusammenkam, um sich doch noch einen oder gar beide Punkte zu sichern: Der Spielverlauf hätte mit einer besseren Chancenverwertung nämlich gar noch einen Sieg in Aarau zugelassen, und der wäre aufgrund der widrigen Umstände durchaus nicht gestohlen gewesen. So aber reisten die St.Galler ohne Zähler zurück in die Ostschweiz. Lichtblicke waren die weiterhin ausgezeichnete Form von Moritz Heinl, der neunmal traf, oder auch die starke Leistung von Carl Löfström (10), der von seinen Mitspielern mehrfach schön in Szene gesetzt wurde.

Für St.Otmar geht es bereits am Sonntag weiter: Mit Pfadi Winterthur ist (nach dem HC Kriens-Luzern) gleich das nächste Spitzenteam mit starker Frühform in St.Gallen zu Gast: Die Eulachstäder schossen am Mittwochabend Stäfa mit 39:21 aus der AXA Arena. Es braucht also umso mehr die Unterstützung des Publikums. Anpfiff in der Kreuzbleiche ist um 17 Uhr.

Telegramm

HSC Suhr Aarau – TSV St.Otmar 32:31 (17:15)
Schachenhalle – 412 Zuschauer/innen – Sr. Albert/Albert.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau; 5mal 2 Minuten plus Rote Karte (Braun/27.) gegen St.Otmar.
Suhr Aarau: Scheidiger (6 Paraden), Schneider (5 Paraden); Läber, Reichmuth (2), Knezevic, Popovski (7), Maric (8), Grau (1), Hrachovec (7/3), Voelkin (1), Anderes, Völkle (1), Wolfgang, Ugiagbe, Wiederkehr (1), Lioi (4).
St.Otmar: Björkman Myhr (6 Paraden), Lacok (1 Parade); Bolt (1), Dörwaldt, Brülisauer, Niederer, Heinl (9/2), Stroustrup (3), Löfström (10), Höning (2), Alves (3), Schneider, Möller (2), Braun (1), Wetzel.
Bemerkungen: St.Otmar ohne Jessen und Locher (beide verletzt).