Treue und Engagement für St. Otmar

04.10.2013

Am 17. September ist Otmar Keller im Alter von 69 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Der Verstorbene war 61 Jahre lang Mitglied von St.Otmar und engagierte sich während Jahrzehnten als Präsident, Sportlicher Leiter und Coach. Mit Keller verliert der Club ein treues und engagiertes Mitglied.

 

Es ist unmöglich herauszufinden, wann Otmar Keller bei St.Otmar welche Funktion ausgeübt hat. Denn er hatte mehrere Ämter gleichzeitig inne: Präsident, Sportlicher Leiter und Coach – wo eine Vakanz war, wo bei den St.Gallern Engagement gefragt war, legte er Hand an.
Am 17. September verstarb Otmar Keller nach schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren. Bis zu seinem Tod blieb er St.Otmar 61 Jahre lang treu. Der Verein verliert mit ihm aber nicht nur ein langjähriges geschätztes Mitglied, sondern vor allem einen engagierten und visionären Funktionär. Im Alter von neun Jahren trat Otmar Keller der Handballabteilung von St.Otmar bei und debütierte 16jährig in der NLA. Acht Jahre lang gehörte er der ersten Mannschaft als Goalie an, ehe eine Verletzung seine Spielerkarriere beendete. Doch der Rücktritt als Spieler war für Otmar Keller kein Grund, seinem Club den Rücken zu kehren. Vielmehr engagierte er sich danach jahrzehntelang als Funktionär und wird als eine der schillerndsten Persönlichkeiten des SchweizerHandballs in Erinnerung bleiben.

Ein Club, ein Arbeitgeber

Treue und Engagement waren zentrale Punkte im Leben von Otmar Keller. Aus Überzeugung gab es für ihn nur einen Club und nur einen Arbeitgeber. Der Bank CA, der heutigen acrevis, blieb er von der Lehre bis zur Pensionierung treu. Zuletzt war er als stellvertretender Direktor tätig gewesen. Otmar Keller personifizierte St.Otmar wie kein anderer. Er organisierte 100 Europacup- Spiele für die Ostschweizer und wurde deshalb «Mister Europacup genannt». Zudem kümmerte er sich um Transfers und achtete darauf, dass es St.Otmars Spielern an nichts fehlte. «Bei St.Otmar spielt man nicht wegen des Geldes», pflegte er zu sagen. Trotzdem trugen viele ehemalige und aktuelle Spitzenspieler in ihrer Karriere schon das gelbschwarze Trikot. Dieser Umstand ist vor allem Otmar Keller zu verdanken. Mit seiner menschlichen Art führte er seine Ämter professionell aus, schaffte aber gleichzeitig eine familiäre Atmosphäre innerhalb des Clubs, die von ehemaligen Spielern noch heute gelobt wird. Alle seine Tätigkeiten führte Otmar Keller ehrenamtlich aus. Und er war sich für keine Arbeit zu schade. Ob er Europacup-Spiele organisierte, mit Spielern und Trainer am Verhandlungstisch sass oder in der Steinachhalle Stühle und Tribünen aufstellte und nach dem Spiel wieder abbaute: Er war mit Herzblut dabei.

Höhepunkt: Meistercup-Final

Mit viel Herzblut baute er Anfang der 1980er-Jahre ein Amateurteam auf, das 1982 den Final des Meistercups – der heutigen Champions League – erreichte. Etwas, das einer Schweizer Mannschaft in Zukunft wohl nie mehr gelingen wird. Zum Heimspiel des Finals gegen Honved Budapest in der Herisauer Eishalle kamen 6000 Zuschauer. Otmar Keller hatte den Spielort – wegen der grösseren Zuschauerkapazität – kurzerhand nach Herisau verlegt.

Die Liebe zu St.Otmar und sein Engagement spürte man besonders, wenn Otmar Keller Anekdoten aus dem Europacup erzählte. Mit feinem Humor gab er Episoden von St.Otmars europäischen Abenteuern zum Besten, die dem Zuhörer unweigerlich ein Schmunzeln auf die Lippen zauberten. Mehr als diese Geschichten wird bei den Handballern aber der Mensch Otmar Keller in Erinnerung bleiben.

 

 

 

 

St. Galler Tagblatt, Christoph Krapf

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