St.Otmar verliert auch gegen Pfadi Winterthur auf bittere Weise
Marco Ellenberger
18 Feb. 2026
Der TSV St.Otmar hat auch das zweite Heimspiel innert vier Tagen äusserst unglücklich mit einem Tor Differenz verloren. Gegen Pfadi Winterthur unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Suter am Mittwochabend vor 670 Fans mit 22:23 (11:12).

Joschua Braun setzt sich gegen die Pfadi-Deckung durch. (Martin Deuring, 18.02.2026)
Nach dem frühen Ausfall von Marcus Stroustrup, der nach einem Misstritt in der Startphase nicht mehr mittun konnte, sah sich St.Otmar mit einer ähnlichen Ausgangslage konfrontiert wie das von mehreren Verletzungen geplagte Pfadi Winterthur: Es mussten innert Kürze neue und andere Lösungen her. Dabei hatte in der Kreuzbleiche eigentlich alles so gut begonnen: Die St.Galler überraschten Pfadi mit einer 5:1-Deckung, die ihre Wirkung zeigte. Den Gästen aus der Eulachstadt gelangen in den ersten neun Minuten bloss zwei Tore. Weil Gelbschwarz aber zu wenig effizient war, lag es nach elf Minuten trotzdem mit 2:4 zurück.
Es entwickelte sich eine Partie, in der sich beide Mannschaften schwer taten, mit zusammenhängenden Aktionen gute Chancen herauszuspielen. Das Fehlen von Automatismen war augenfällig. So lebte die Begegnung lange von Einzelaktionen, stabilen Verteidigungen und von der Spannung. Die Führung wechselte in der ersten Halbzeit mehrfach. Zur Pause lag Pfadi mit einem Treffer vorne – St.Otmar hatte, sinnbildlich für die ganze Partie, Sekunden vor der Sirene die gute Chance auf den Ausgleich per Gegenstoss mit einem Fehlpass vergeben.
Das Bild der umkämpften und ausgeglichenen Partie änderte sich auch nach der Pause nicht. Obwohl St.Otmar eigentlich einen Trumpf hatte: Torhüter Andreas Björkman Myhr zeigte erneut eine starke Partie und wehrte unter anderem drei Siebenmeter von Lukas Köder ab. Die St.Galler schafften es aber einfach nicht, von den total 14 Paraden des Keepers zu profitieren. Meist folgte auf eine gelungene Aktion in der Defensive eine ungenaue Aktion vor dem gegnerischen Tor. So lag Pfadi auch in der Crunch Time noch mit einem Treffer vorne.
Die letzten drei Minuten vervollständigten schliesslich endgültig das Gefühl des gebrauchten Abends aus St.Galler Sicht. Björkman Myhr bewahrte mit zwei Saves die Chance auf den Ausgleich. Den letzten Angriff spielten die St.Galler mit dem siebten Feldspieler eigentlich gut und überlegt zu Ende. Andrin Dörwaldt traf vom linken Flügel – stand beim Absprung aber auf der Linie. Die Winterthurer jubelten über einen mehr als glücklichen Sieg in der Kreuzbleiche. St.Otmar auf der anderen Seite brachte sich zum zweiten Mal innert vier Tagen in den letzten Sekunden um einen mehr als verdienten Punkt.
Telegramm
TSV St.Otmar – Pfadi Winterthur 22:23 (11:12)
Kreuzbleiche – 670 Zuschauer/innen – Sr. Abalo/Maurer.
Strafen: Je 3mal 2 Minuten.
St.Otmar: Björkman Myhr (14 Paraden), Jochum (nicht eingesetzt); Bolt (2), Tobler, Dörwaldt, Brülisauer, Heinl, Stroustrup, Löfström (2), Höning (1), Jessen (3), Alves (4/4), Schneider (2), Möller (3), Braun (4/3), Wetzel (1).
Pfadi: Grazioli (6 Paraden), Kusnandar (3 Paraden); Rüegger, Süss, Eggert (2), Hübner (4), Simic (1), Rellstab (4), Heer, Baumann (1), Romer, Krecic (6), Colakovic (2), Alessio Lioi (3), Köder.
Bemerkungen: St.Otmar ohne Lacok. Pfadi ohne Cuencas, Ben Romdhane, Mierzwa, Parkhomenko und Freiberg (alle verletzt). Stroustrup verletzt ausgeschieden (4.). Löfström schiesst Penalty neben das Tor (7./2:1). Grazioli hält Penalty von Braun (22/8:8). Björkman Myhr hält drei Penalties von Köder (41./15:15, 47./18:18, 52./20:20). Krecic schiesst Penalty über das Tor (48./18:18).