U17 Elite: Zwischenbilanz

06.01.2014

Erfreuliche Entwicklung der U17 Elite

Die U17 Elite startete mit einer sehr jungen Mannschaft in die neue Saison. Lediglich sechs Spielern mit dem Jahrgang 1997 standen bzw. stehen 10 Spieler mit den Jahrgängen 1998-2000 gegenüber. Auf der anderen Seite ist es endlich gelungen, die talentiertesten Junioren der "östlichen Ostschweiz" in einem Team zusammenzufassen: in der Mannschaft figurieren neben St. Gallern (darunter neben den Otmärlern auch zwei ehemalige Fidesler) auch Arboner, Romanshorner, Goldacher, Herisauer, Mörschwiler und Wiler.
Dennoch war es vor der Saison nicht leicht einzuschätzen, wo die Mannschaft im Vergleich zu den anderen Teams stehen würde. Die Vorbereitungsspiele hatten immerhin darauf hingedeutet, dass wohl viele Spiele sehr knapp ausfallen würden. Die Saison begann mit einem vermeintlich leichten Auswärtsspiel gegen den Aufsteiger SG Zurzibiet/Endingen. Nach einer sehr durchzogenen Leistung ging ein Spiel mit einem Tor 34:33 verloren, das man nie mehr hätte verlieren dürfen. In der Schlussviertelstunde zeigte sich aber wohl auch die Unerfahrenheit der Mannschaft; erschwerend kam hinzu, dass mit Cornel Bienz und Petar Ilic zwei unserer Leistungsträger ungeahndet ins Gesicht geschlagen wurden, was beim einen zu einer Hirnerschütterung, beim anderen zu einem ausgeschlagenen Zahn führte (auf den Petar aber natürlich stolz war). Im zweiten Spiel auswärts gegen den amtierenden Schweizermeister SG Pilatus konnte eine bessere Leistung nicht verhindern, dass man mit zwei Toren verlor (28:26). Saisonstart missglückt: 0 Punkte, -3 Tore aus zwei Spielen, obwohl 4 Punkte ohne Weiteres dringelegen hätten. Die Herbstpause mit Trainingslager kam gelegen.

Das Auswärtsspiel gegen Thun (an einem Donnerstagabend notabene) war unter diesen Umständen ein absolutes Schlüsselspiel. Man weiss um die Heimstärke der Thuner, die lange Anreise ist nicht eben angenehm - und dass einige Spieler direkt von der Arbeit anreisten erschwerte die Aufgabe zusätzlich. Dennoch rauften sich die Jungs zu einer sehr kämpferischen Leistung zusammen und konnten das Spiel am Ende etwas zu knapp 35:32 für sich entscheiden. Das darauffolgende Auswärtsspiel in Schaffhausen gegen die Kadetten liess den Aufwärtstrend deutlich erkennen: Einer soliden Leistung folgte ein Sieg mit elf Toren Differenz (27:38).

Es folgte das Spiel gegen den BSV Bern Muri - vor der Saison mit dem Sieg am gutbesetzten Lakeside Challenge als Titelkandidat gehandelt. Ein schwieriges Spiel war also zu erwarten. Dennoch konnten die St. Galler das Spiel mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit vier Toren für sich entscheiden (35:31). Das nächste Spiel folgte nur zwei Tage später gegen den grossen Rivalen Pfadi Winterthur. Auch die Winterthurer waren wohl mit Ambitionen in die Saison gestartet; an einem Vorbereitungsturnier hatte es für die Otmärler noch eine klare Niederlage abgesetzt. Die Otmärler starteten aber furios ins Spiel und führten schnell mit 11:3, bevor die Winterthurer irgendeine Antwort auf das Spiel der St. Galler fanden. Wir verwalteten den Vorsprung geschickt und gewannen (etwas überraschend klar) mit 38:31. Es folgte ein weiteres "4-Punkte-Spiel" gegen die SG Stäfa/Uster, die mit zahlreichen Nationalspielern bestückt ist. Die überzeugende Leistung vom Spiel gegen Winterthur konnte man zwar nicht wiederholen, dennoch wurde das Spiel nach grossem Kampf 35:32 gewonnen.

Nach diesen Spielen war die "Hauptbaustelle" ausgemacht: Zwar erzielten wir regelmässig um die 35 Tore; leider erhielten wir aber auch immer über 30. Das Ziel für die 3 ausbleibenden Spiele gegen die "Topshots" der Liga war deshalb klar: Eine verbesserte Verteidigungsleistung sollte uns aus den 3 Spielen 4 Punkte bescheren. Dass dies eine sehr schwierige Aufgabe werden würde, war allen Spielern klar, entsprechend wurde aber auch trainiert.

Im Spiel gegen das verlustpunktlose Suhr mussten wir auf unseren Topskorer Cornel Bienz verzichten. Dennoch gelang es der Mannschaft verschiedentlich, sich an den Gegner heranzukämpfen. Bis in der 45. Minute war der Abstand wieder auf 2 Tore geschmolzen, als wir nach einer roten Karte vermehrt Fehler machten, die Suhr mit seinem Tempospiel gnadenlos ausnützt. Die 25:35-Niederlage war etwas zu hoch ausgefallen und die Jungs hatten zu sehen gekriegt, dass mit einer Top-Leistung auch die Spitzenteams der Liga nicht ausser Reichweite sind. Diese Erkenntnis wollte man im Spiel gegen GC Amicitia umsetzen. In der ersten Halbzeit war das Spiel sehr ausgeglichen, mal führte die eine, mal die andere Mannschaft. Mit zwei schnellen Gegenstössen unmittelbar vor der Pause gelang es aber den St. Gallern ein Zweitorepolster herauszuspielen. Nach der Pause folgte die beste Phase der St. Galler: Die Zürcher verzweifelten an der kompakten Deckung, woraus einige schnelle Gegenstösse und erfolgreiche Angriffe aus er zweiten Welle resultierten. Dass danach fast noch ein 6-Tore-Polster verspielt worden wäre trübte die Freude über den Eintoresieg (24:23) in keiner Weise. Erkenntnis: Deckung stabilisiert, in den entscheidenden Momenten die Nerven bewahrt, einen Titelaspiranten geschlagen.

Diese Erkenntnisse galt es auch gegen die SG Pilatus umzusetzen - ein Gegner, gegen den wir im zweiten Auswärtsspiel der Saison verloren hatten. Die Ausgangslage verschlechterte sich aber dadurch, dass wir mit Sandro Keller und Oliver Wipf zwei unserer Schlüsselspieler ersetzen mussten. Die ersten 15 Minuten der Partie liessen Schlimmes erwarten: Aus den ersten 12 Angriffen erzielten die Luzerner ebensoviele Tore. Mit der Einwechslung von Rouven Bischof auf der für ihn ungewohnten Kreisposition (und vor allem als Hintenmitte in der Abwehr) stabiliserte sich aber mindestens das Angriffsspiel, so dass wir "nur" mit drei Toren Rückstand in die Pause gingen (16:19). Die zweite Halbzeit glich dann wieder dem GC-Spiel. Extrem kompakte Abwehr, der Gegner kaum mehr mit einfachen Toren, die St. Galler in den entscheidenden Momenten um ein Stück cleverer (obwohl der gegnerische Torhüter überragend war), so dass wir mit 31:30 gewinnen konnten. Die 4-Punkte-Mission ist also geglückt! Zwischenbilanz nach 10 von 18 Spielen: Die Mannschaft befindet sich mit 14 Punkten punktegleich mit GC (2.) auf dem dritten Platz, hat allerdings ein Spiel mehr ausgetragen als die Zürcher.

Was die Mannschaft besonders auszeichnet, ist ihr Zusammenhalt: Wenn einer der Leistungsträger einen schwachen Tag erwischt (was fast allen mal passiert ist), springt ein anderer ein. Insofern fehlt uns zwar der "herausragende" Topskorer, den andere Mannschaften haben; andererseits gibt es wohl keine andere Mannschaft in der Liga, in der die Aufgaben so breit verteilt sind. So haben alle drei Torhüter (Patrice Geser, Dennys Oezer, Jan Bischof) in einigen Spielen wichtige Saves geliefert. An den beiden Flügeln teilen sich Robin Braun, Renato Mettler und Oliver Wipf die Aufgaben, wobei jeder der drei der Mannschaft wichtige Impulse vermitteln kann (wenn auch auf verschiedene Art und Weise). An der Wurfeffizienz und Wurftechnik der drei Flügelspieler arbeiten wir, wobei sich erste positive Entwicklungen abzeichnen. Auf den Rückraumpositionen haben sich Petar Ilic (im Übrigen unser einziger Nationalmannschaftsspieler), Cornel Bienz, Rouven Bischof und Livio Risi etabliert - wobei dort im Besonderen gilt: Wenn einer einen schwachen Tag einzieht, überzeugt halt der andere umso mehr, was auch darauf zurückzuführen ist, dass alle Spieler individuell auf einem so guten Stand sind, dass sie ein Spiel prägen können. Livio Risi hat sich dabei als besonderer Verantwortungsträger herausgestellt: Zum Einen warf er die 7-Meter auch in den knappen Spielen gegen GC und Pilatus (auch in entscheidenden Momenten kurz vor Spielende) extrem sicher, zum anderen gelingt es ihm als Captain in vorbildlicher Weise Einsatz und Kampfgeist vorzuleben. Auf Rückraum-Mitte lenkt Thierry Gasser das Spiel sehr umsichtig, spielt kluge Kreispässe; er hat darüber hinaus auch in der Deckung als Hintenmitte wichtige Aufgaben, die er - je länger, desto besser - erfüllt. Joël Wick vermag im Training als Rückraummitte ebenfalls zu überzeugen; in den Spielen fehlt es ihm aber noch am körperlichen Durchsetzungsvermögen. Am Kreis (und als Hintenmitte in der Abwehr) teilen sich Sandro Keller, Fabian Fischer und Justin Müller die Aufgaben. Obwohl Sandro in der ersten Saisonhälfte viel Spielanteile bekommen hat, konnten auch die anderen zwei Kreisläufer in den Trainings Impulse setzen. Es ist zu hoffen, dass Justin und Fabian ihre zweifellos vorhandenen Fähigkeiten auch in den Spielen (wieder) besser umsetzen können.

Was die Mannschaft als Ganze besonders auszeichnet, ist ihr Kampfgeist, der selbst "neutrale Beobachter"überrascht und charaktermässig für die Jungs spricht. Und es ist dieser Charakterzug, der es der Mannschaft ermöglicht hat, auch Mannschaften zu schlagen, die altersmässig fast durchgängig um ein Jahr weiter sind. Es macht viel Spass, eine so eingestellte Mannschaft in den Trainings und an den Spielen zu begleiten.

Wir hoffen, dass die Mannschaft sich so weiterentwickelt - die für die Rückrunde von der Mannschaft formulierten Ziele liegen dann nämlich durchaus im Bereich des Möglichen. Im Hinblick auf die kommende Saison dürfte besonders zuversichtlich stimmen, dass neben zwei Torhütern nur vier Feldspieler die Mannschaft altershalber verlassen werden müssen. Verschiedene Spieler (u.a. in der Partnermannschaft des U17-Inter des HC Arbon) stehen für die frei gewordenen Plätze bereit und versprechen auch in der kommenden Saison ein U17-Elite, das Freude bereitet. Es ist zu hoffen, dass der Mannschaftsgeist auch in der veränderten Konstellation das prägende Merkmal dieser Mannschaft bleiben wird.

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