U15 Elite: Supertrainingslager in Tschechien

28.10.2013

Ein Trainingslager, welches auf Grund der vielen Eindrücke wohl allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Herbstlager U15 Elite in  Jichin/Tschechien
Vom 13. – 20. Oktober 2013

Der popgelbe moderne Car brachte am frühen Morgen die U15 Elite Junioren sicher nach Prag. Der Transfer nach Jicin klappte vorzüglich und die Mannschaft wurde am Ziel pünktlich und voller Tatendrang von der Familie Babak herzlich empfangen.
Das erste Training am Nachmittag wurde dazu benutzt, um die Müdigkeit abzuschütteln und sich für das 1. Trainingsspiel vorzubereiten. Es wurde äusserst konzentriert und mit guter Qualität trainiert und das Team schien bereit für die Begegnung der U15 Junioren aus Jicin. Leider verloren wir das Spiel hoch. Mit 21:41 Toren kam eine deutliche Abfuhr. Zu Beginn der Partie konnten die „Jiciner“ sofort einige Gegenstösse verwerten und sich so ein klares Polster erarbeiten. Die Otmärler produzierten zudem einige unnötige technische Fehler und es blieb nur der Trost, gegen eine sehr gut ausgebildete, körperlich überlegene Mannschaft verloren zu haben. Jedenfalls machte die einheimische Mannschaft fast keine technischen Fehler, spielte einen äusserst flüssigen  und schnellen Handball. Vielleicht wurde die Spielfreude der Otmärler durch die zahlreich erschienenen Zuschauer gehemmt. Den Gästen aus der Schweiz bot sich jedenfalls eine ungewohnte Kulisse!
Am Dienstag stand das morgendliche Training auf dem Programm. Das angekündigte Spezialtraining am Nachmittag löste die einen oder anderen Ängste aus, was der Mannschaft wohl blühen würde. Ein grosses Aufatmen ging durch das Team, als wir den nahen Golfplatz erreichten.
Unter kundiger Leitung versuchten die Junioren, Golfbälle zu schlagen. Manch einer dachte sich wohl, kein Problem, diese Dinger in die weite Ferne zu spedieren könne keine grosse Sache sein. Doch wunderten sie sich, wieso die kleinen Bälle links und rechts anstatt gerade aus flogen. Jan Filip als geübter Golfspieler schlug Mal für Mal zum Erstaunen seiner Kollegen seine Bälle weit ins Feld. Hauptsache, alle waren mit grossem Eifer dabei und freuten sich über jede geschlagene Distanz eines Golfballes. Anschliessend brachte der Bus die Mannschaft nach einer 30-minütigen Fahrt nach Kralove. Das zweite Trainingsspiel stand bevor. In der schmucken Halle begann das Spiel ausgeglichen. Der Gegner, körperlich in unserer Reichweite, schien etwas weniger stark als der Gegner von Jicin.  Die Otmärler starteten sehr konzentriert und das Spiel verlief  ausgeglichen. Im Laufe des Spiels konnten sie endlich ein zweites Tor vorlegen und verteidigten diesen Vorsprung mit grossem Einsatz. Es wurden viel weniger Eigenfehler produziert, so dass der erste Sieg greifbar schien. Unsere Torwarte steigerten sich in der zweiten Spielhälfte und hielten gefährliche Würfe. Gepaart mit dem überzeugenden Willen des „Siegen-Wollen“, hat die Mannschaft das Spiel erfolgreich zu Ende geführt. Am Abend konnte das Spitzenspiel der tschechischen Meisterschaft besucht werden. Die Mannschaft aus Jicin gewann das Spiel und auch hier wurde ein schnelles und druckvolles Spiel bestaunt.
Am Mittwochmorgen stand entgegen dem ursprünglichen Plan nochmals eine Trainingseinheit an. Trotzdem wurde dieses mit grossem Eifer und Einsatz absolviert. Am Nachmittag stand wiederum etwas anderes als Handball auf dem Programm. Die Junioren wussten nicht, wohin der Bus fuhr. Die Landschaft bot ein einmaliges Erlebnis: weite fruchtbare Felder, lange dunkle Wälder, unterbrochen durch kleinere und grössere Flüsse. Die Grimm’schen Märchen liessen grüssen. Dann endlich: stopp nach einer Brücke am Fluss. Nach einem kurzen Briefing über Verhalten auf dem Wasser und Boot, wurden die Schwimmwesten  verteilt und die Gummiboote „bemannt“. Mit drei Booten wurde die Strecke von 15 Km in Angriff genommen. Ein einmaliges Erlebnis, sich der Strömung hinzugeben, sich treiben zu lassen, die Stille zu geniessen um in die Natur einzutauchen. Unterbrochen wurde diese Idylle durch emsiges Paddeln, welches sich nur durch harmonisches Teamwork bewerkstelligen liess. Wehe dem Boot, welches seinen Rhythmus nicht fand. Ein unruhiger Kurs, eine Drehung oder die unangenehme Berührung des Ufers waren die Folge. Dies natürlich immer auch zur (Schaden)-Freude der anderen Teilnehmer.
Am Donnerstag standen wiederum zwei Trainings an: am späten Nachmittag „zuhause“ ein weiteres Trainingsspiel gegen die U13 Junioren von Jicin. Wer dachte, jetzt habe das Team ein leichtes Spiel, der sah sich schnell getäuscht. Wiederum spielten die jüngeren Jicin-Junioren einen wirbeligen und fast fehlerlosen Handball. Es dauerte einige Zeit, bis sich die Schweizer darauf eingestellt hatten. Es brauchte ebenso energische Worte seitens der Trainer bis die Mannschaft begriff, dass das Spiel nur über Einsatz und Wille für sich zu entscheiden sei. Dann aber wurde endlich gekämpft und so der sichere Sieg mit 21:31 Toren sichergestellt. Als Belohnung durften die Junioren sich nach dem Abendessen im naheliegenden modernen  Aquacenter austoben. Das wurde ausgiebig genutzt.
Der letzte Tag in Jicin brachte noch einmal zwei Trainings, bevor wir uns nach Liberec aufmachten, um das 4. und letzte Trainingsspiel zu machen. Dort erfuhren wir, dass die Otmärler sich gleich mit drei Mannschaften auseinander zu setzen hatte, allerdings mit verkürzten Spielzeiten. Die erste Partie gestaltete sich sehr ausgeglichen. Der Gegner brachte kräftige Jungs auf Feld, technisch nicht ganz so gut beschlagen wie ihre Alterskollegen aus Jicin. Diesmal gingen die „Schweizer“ aber mit gutem Vorsatz zu Werke, schliesslich sollten die vielen Zuschauer nicht enttäuscht werden. Mit einigen guten Aktionen im Angriff und guter Konzentration in der Verteidigung konnte das Team einen knappen, aber verdienten Sieg feiern. Der nächste Gegner war dem Schweizerteam körperlich überlegen und brachte viel Schwung ins Spiel. Ihr Torhüter war ein Hüne und beeindruckte das Gästeteam. So dauerte es entsprechend lange, bis die Otmärler sich fanden, wobei der Rückstand bereits gross war. Trotzdem gaben sie nicht auf und boten langsam wirkungsvollen Widerstand. Obwohl die Niederlage nach grossem Rückstand „nur“ mit 11:16 ausfiel, gefielen die Otmärler besonders in der Aufholphase. Das letzte Spiel gegen die lokale U13 Mannschaft schien auf dem Papier ein leichtes Unterfangen zu sein. Doch auch hier sah man eine technisch sehr versierte Mannschaft, welche fast keine Eigenfehler machte und das Spiel sehr clever aufzogen. Schnell geriet der Gast ins Hintertreffen und schien sich nicht mehr zu wehren. Mussten die Otmärler der intensiven Trainingswoche ihren Tribut zollen? Endlich, nach einiger Zeit, rafften sich die Gastjunioren auf und erzielten nun auch ihre Tore aus schönen Aktionen. Da auch die Verteidigung sich nun viel besser organisierte, verlief der Spielverlauf aus der Sicht der „Schweizer“ viel erfreulicher. Jedes Nachlassen wurde aber prompt bestraft. Die Otmärler wollten aber auch dieses Spiel gewinnen. Mit einem Sieg von 12:16 Toren wurde das Spiel schliesslich sicher nach Hause gebracht. Das wohlverdiente Nachtessen und der Besuch im Aquacenter in Jicin rundeten den letzten Tag stimmig ab.
Die Heimreise traten wir am Samstag mit dem Besuch von Prag an. Einen geführten Rundgang am Nachmittag zeigte das emsige und fröhliche Treiben an vielen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt. Während die Junioren sich ihre Kaufträume im „Palladium“ erfüllen konnten, tranken die Trainer im nächstgelegenen Musikpalast einen Kaffee und bestaunten pure architektonische Art-Decor Kunst.
Das Nachtessen war ebenfalls eine Neuentdeckung: man bestellte kein Menu, sondern es wurden viele verschiedene Pasta‘s und Pizza’s häppchenweise angeboten. Jeder Gast konnte selber entscheiden, ob ihm die angebotene Speise zusagte oder nicht. Dies solange, bis jeder satt war. Der Abschluss war ein besonderer Leckerbissen: eine Nutella-Pizza mit Schlagrahm!
Der Car erschien pünktlich um 07.55 Uhr vor dem Rathaus in St. Gallen. Zufriedene, glückliche und müde Junioren konnten von ihren Eltern empfangen werden.
Das tolle Trainingslager, welches nicht nur viele Trainingseinheiten brachte, sondern auch reichlich Spassmomente beinhaltete, wurde durch mehrere Helfer ermöglicht. Die Kontakte in Jicin wurden von Honza hergestellt, während sich Hanke für die Kontakte in Prag engagierte. Die Familie Babak (Tomas Babak spielt in der 1. Mannschaft des TSV St.Otmar)  trug viel zum Gelingen dieses Lagers bei: Peter Babak mit seiner tollen Organisation von Unterkunft, Halle, Trainingsspielen, Bustransporte und Vielem mehr, zusammen mit Mama Babak und Petra (Schwester von Tomas), welche für das leibliche Wohl besorgt waren. Ihnen allen sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt!
Ebenso möchte ich mich auch bei Markus Fatzer herzlich bedanken. Er hat mich während der ganzen Woche wohlwollend und förderlich unterstützt sowie das Torwarttraining während der Lager- Woche fachmännisch geleitet.
Thomas Frey


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